Ein bisschen Widerstand

Schon seit ein paar Monaten beobachte ich etwas, dass man als Abfertigung bezeichnen kann. Allerdings zugegebenermaßen, scheint dies nicht in jeder Region so zu sein. Denn ich habe nun Vergleichserlebnisse, positive aus anderen Regionen, hier soll es aber um das gehen, was mir hier aufgefallen ist.

Vielleicht kennt dies der Eine oder Andere ja auch. Einkaufen für den Alltag könnte eine entspannte Sache sein, nein eigentlich sollte sie es sogar sein. Wenn man schon das Glück hat, den Einkauf im Markt seiner Wahl ohne schubsende, schiebende oder rücksichtlose Mitkunden hinter sich zu bringen, dann wird das Einkaufserlebnis spätestens an der Kasse zum Frusterlebnis.

Wenn man schon länger beobachten kann, trotz freundlichen Hinweises, dass kohlensäurehaltige Flaschen, ratternd über rollen, gut durchgeschüttelt und mit fast wundersam hoher Geschindigkeit auf einen zukommen. Worte wie, “Vielen Dank für Ihren Einkauf” oder “Vielen Dank, ein schönes Wochenende Ihnen noch..”, schon garnicht mehr erwartet werden. Gekrönt wird dieses Erlebnis davon, dass man nicht mal seine Einkauftaschen ohne massiven Stress einpacken kann. Denn hat man gezahlt, wird der nächste Einkauf des nächsten Kunden quasi auf einen drauf geschoben. Pech gehabt wenn du nicht schnell genug weg von der Kasse bist.

Heute dachte ich mir dann, es muss etwas passieren, wer lässt sich schon gerne Stress machen. Mir sind zwei Möglichkeiten bekannt, wie man solchen Kassierern bei kommt. Möglichkeit 1 macht etwas Arbeit, man beschädige einen dieser Barcodes etwas, und lege ihn als letztes aufs Band. Das schafft etwas Zeit zum Einpacken. Keine Ahnung ob das rechtens ist, ich nutze diese Möglichkeit nicht. Die 2. Möglichkeit werde ich nun öfters in Anspruch nehmen. Man erwarte seine Ware an der Kasse und fange an gemütlich einzupacken. Die zwischenzeitliche Ansage, was man bezahlen soll, nehme man in sich auf, zeige aber keine Reaktion darauf, sondern räume weiter in aller Ruhe ein. Ist alles schön verstaut, dann kann man bezahlen. Ok, etwas Unmut der Kassiererin habe ich mir damit zugezogen, was mich aber ehrlich gesagt, nicht die Bohne interessiert. Schließlich bezahle ich als Kunde ja auch irgendwie Ihren Arbeitsplatz.

Jetzt wird der eine oder andere denken, “Dann geh halt in einen anderen Markt…”. Wenn das helfen würde, hätte ich es schon getan. Denn dafür ist es mir hier schon zu oft vorgekommen, egal welchen Markt ich besucht habe.

Das wars auch schon und wie sich wieder zeigt, man muss nicht allen Scheiß mitmachen, ein bisschen Widerstand kann unheimlich beruhigend sein.

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