Lost Places – Einkaufen nach 20 Uhr

So ein Einkauf nach 20 Uhr im Kaufland hat schon fast etwas meditativ beruhigendes. Man betritt den Laden und hat schon den Eingangsbereich fast für sich alleine. Das Aufkommen von Menschen beschränkt sich auf so viele, wie auf einem kleinen Dorfplatz, wenn da mal was passiert ist und man es für nötig hält, reden zu müssen. Man schreitet weiter, es fühlt sich an wie in einer Stadt, in der man gerade die Bordsteine hochgeklappt hat. Hier und da mal ein paar Menschen, oft aber nur leere Gassen. Man hat das Sortiment für sich ganz alleine. Man wird nicht gehetzt, sondern darf in Ruhe auswählen, ohne dabei vom sonst so großen und hektischen Ansturm überrannt zu werden. Man schiebt sein Wägelchen durch die langen Flure, ohne damit rechnen zu müssen das einer im Eiltempo von der Seite reinschießt. Auch an der Kasse geht es gemächlich zu, so gemächlich, daß Menschen Zeit haben, auf ihrem Smartphone zu tippen und dabei fast ihren Einkauf vergessen.

Tja, so ein Einkauf hat schon fast was vom anonymen Onlineshoppen, nur halt mit etwas mehr Bewegung, wenn man wie ich ein Fahrrad benutzt. Ich finde es sollten mehr Geschäfte die Zeit nach 20 Uhr nutzen, es könnte der entscheidende Vorteil gegenüber Onlineshops werden. Gemütlich und wirklich entspannend einkaufen und dabei rauskommen, hat auch seinen Wert, findet Ihr nicht?

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