35 Jahre Böhse Onkelz – Symphonien und Sonaten

Es ist da: „35 Jahre Böhse Onkelz – Symphonien und Sonaten“, eingespielt vom Bratislava Symphony Orchestra.

Bevor ich meine Meinung zum Werk abgebe, noch ein paar Worte, wie ich zur Musik der Onkelz stehe. Bereits seit meiner Jugend begleiten mich die Böhsen Onkelz und ihr Werk. Sie haben mich inspiriert, besonders textlich und gedanklich wie kaum eine andere Band. Dennoch gehöre ich sicher nicht zu den Hardcore-Fans, dafür bin ich musikalisch zu vielfältig ausgerichtet. Ich mag nicht alles was sie machen, ich finde nicht jeden Song gut und teile auch nicht immer die Meinungen der Band. Wie immer bei Musik, suche ich mir die besten Stücke für mich raus und hier gibt es sehr, sehr viele von dieser Band.

Schon als die Ankündigung mit Video kam, dachte ich, endlich eine Interpretation der Songs in klassischer Form. Die ersten Töne klangen beeindruckend und erzeugten in mir eine Stimmung, die man nur schwer in Worte fassen kann. Die Vorfreude war jedenfalls geweckt und bis heute, dem Erscheinungsdatum, hat die Band auch keine weiteren Infos dazu herausgegeben. Die Vorfreude war also dementsprechend groß.

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Heute war es dann soweit, das Päckchen ist angekommen. Schon die Präsentation fällt hochwertig aus. Geprägte Hülle mit zur klassischen Musik passender Gestaltung und Onkelz-Feeling oben drauf. Was für ein Mix würde ich meinen. Immer wieder erstaunlich was zusammen passt, wenn man denn nur will. Zu den 2 CD’s gibt es noch ein kleines Booklet mit Eindrücken von den Aufnahmen des Albums. Wer es gesehen hat, bekommt eine Ahnung davon, wie viel Arbeit in einer solchen Aufnahme stecken kann.

Klassische Musik mit Gesang gefällt mir höchst selten, in dieser Richtung bevorzuge ich lieber reine Instrumente. Und genau das wurde mit diesem Album geliefert. Es gibt keinen Gesang sondern pure Instrumente. Das Orchester hat die Songs geradezu meisterhaft eingespielt. Man braucht keine Texte, auch wenn man diese als Kenner durchaus im Hinterkopf hat, die Titel könnten auch für sich stehen. Die erzeugte Stimmung ist beeindruckend.

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Zu meinen Favoriten: Besonders gefesselt haben mich die Titel „Koma“, „Der Platz neben mir“, „Erinnerungen“ und „Wir ham’ noch lange nicht genug“. Die Onkelz haben hier eine gute Auswahl getroffen, was das gesamte Album angeht. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei, langsame Stücke, inspirierende Noten und kräftige, schnellere Stücke. Das Album hat gesamtheitlich aber einen kräftigen starken Klang, was man wieder typischerweise beim Rock findet. Die Dynamik und Kraft aus dieser Musikrichtung wurden sehr gut mitgenommen. So denkt man nicht selten, man hat einen Filmsoundtrack vor sich und zwar einen gewaltig starken.

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Wer musikalisch nicht im Rock-Bereich festgefahren ist und/oder auch Klassik gerne hört, dem kann ich dieses Album mit seinen 20 Tracks nur empfehlen. Mein Fazit dürfte klar sein, ich wünsche viel Spaß beim Hören.

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