Aaaaaallllleees Nazis, aber sowas von…

Zugegeben, die Stimmung ändert sich mittlerweile von alles Nazis zu fast alles Nazis, denn das kann man schnell genannt werden, wenn man an der Flüchtlingspolitik der Frau Merkel und Konsorten nur die geringste Kritik übt.

Maximilian Ellinger, ein weltoffener und reiselustiger Stundent. Er ist der Meinung, dass der Rassismus wieder mehr mit der Hautfarbe zu tun hat. Zwischen Touristen und Asylsuchenden wird angeblich kein Unterschied gemacht. Wtf? So reiselustig kann Herr Ellinger dann nicht sein, denn nicht mal durch’s Web surfen konnte er und sich mal informieren. Denn hätte er recherchiert, dann wüsste er, dass er gerade Bullshit schreibt. Er hätte z.B. erfahren, dass die Menschen Angst haben und dass, statt auf ihre Fragen Antworten und Lösungen zu bekommen, sie als Nazis und Pack beschimpft worden sind. Und bisher ist mir kein ernst zu nehmender Artikel, Rede oder ein Beitrag unter die Augen gekommen, in der es um Rasse und Hautfarben ging, denn dann würde man von Rassismus sprechen!

In Gmund am Tegernsee haben sie jetzt den Salat, selbst den hilfsbereitesten Menschen wird es langsam „zu bunt“ und der CSU sowieso. Die Menschen dort sind wahnsinnig hilfsbereit und werden im Grunde ausgenutzt. Andernorts ist es das selbe Spiel. Egal ob ultra hardcore konservativ oder weltoffener Bürger, unsere Werte hier sind und sollten uns wichtig sein. Warum sollten wir für Menschen, die bei uns Hilfe bekommen können eine Ausnahme machen? Oder warum sollten wir unsere eigene Belastungsgrenze, sowohl menschlich als auch finanziell, überschreiten um Anderen zu helfen? Danach brauchen wir selber Hilfe!

Modeste stellt das Pferd gleich ganz auf den Kopf und lässt es mit den Beinen zappeln. Sie unterstellt den Menschen, die Kritik an der Asylpolitik üben, tatsächlich Geldgier:

„Wie kann man sich auf die Straße stellen und allen Ernstes behaupten, ausgerechnet die vor Geld platzende Bundesrepublik könne niemanden mehr aufnehmen, denn andernfalls reiche es nicht mehr für diejenigen, die schon hier leben.

Ihr Trottel, denke ich beim Überfliegen der Kommentarspalten. Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass auch nur ein Euro mehr bei euch landen würde, wenn von morgen an kein einziger Flüchtling nach Deutschland gelangt.“

Also die Menschen, die ich auf der Straße gesehen habe­, denen ging es um unsere Schulen und Kindergärten. Um unser Sozialsystem, um die Rente und bedürftige Menschen wie Obdachlose. Keiner hat nach mehr Kohle für sich selbst geschrien. In vielen dieser Bereichen liegt finanziell so Einiges im Argen. Sparen war hier oft die Devise. Mal ganz davon abgesehen, kann man daraus auch ableiten, dass die Menschen verwundert sind wo auf einmal dieser Berg Kohle herkommt. Und sie verlangen gar nicht mehr Geld, sie Fragen zu Recht, warum auf einmal soviel da ist für Flüchtlinge! Etwas nachdenken bevor man etwas schreibt und behauptet, hilft unter Umständen durchaus.

Ich bin ja der Meinung, wer ruft „Scheiß Ausländer“ , „dreckiges Negerpack“ oder noch viel schlimmere Dinge, der ist ein beschissener Nazi. Allerdings muss ich sagen, die Welt oder besser gesagt die Medienlandschaft ist auch genauso voll mit beschissenen oberflächlichen Artikeln. Da ist schon mal einer ein Nazi, weil er Angst hat, kritische Fragen stellt und gerne seine Heimat sicher wissen will. Und was wir auch nicht vergessen sollten ist, nicht jeder von uns ist in der Lage sich perfekt auszudrücken. Kurz gesagt, etwas, nein, sondern vielmehr Differenziertheit würde vielen gut stehen. Gute Nacht!

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