Dorfladen in Klietznick

Titelbild: klietzick.de

Man soll ja nicht immer nur meckern, mache ich auch nicht, heute möchte ich mal ein gutes Beispiel zeigen, wie Gemeinschaft funktionieren kann.

Im 150-Einwohner Dorf Klietznick (nähe der Kleinstadt Genthin), in Sachsen-Anhalt hat man schon vor 10 Jahren den Wert eines kleinen Ladens erkannt. Dieser besteht nun mehr als 10 Jahre und ist ein wichtiger Anlaufpunkt im Dorf geworden. Der Laden funktioniert aber nur, weil Menschen diesen ehrenamtlich betreiben und unterstützen.

Jetzt mag manch einer sagen, sowas geht doch nicht! „Wer arbeitet und einen Laden betreibt, der muss auch davon leben können.“ Das habe ich nicht gedacht, sondern vielmehr, ein bedingungsloses Grundeinkommen würde gerade solch engagierten Menschen wirklich weiterhelfen, es würde sogar noch mehr Menschen dazu bewegen ehrenamtlich tätig zu sein!

Denn der Laden hat nicht nur die Funktion die Menschen im Dorf mit Waren zu versorgen. Was ist denn mit den Menschen, die z.B. aufgrund einer Behinderung oder des Alters eingeschränkt sind und nicht mehr in den nächsten Supermarkt fahren können? Vergessen tun wir alle mal etwas beim Einkauf. Dafür nochmal 10 bis 30 km fahren oder lieber dem Dorf etwas zu Gute kommen lassen und nebenbei noch die Umwelt schonen?
Ein weiterer Vorteil sind Waren direkt vom Erzeuger. Lange Transportwege zum Kunden und das gute Gefühl die eigene Region zu stärken, ist sicher auch nicht schlecht.

Meiner Meinung nach funktioniert so etwas auch nur in einer starken Gemeinschaft. Und den Platz für das Zusammenkommen hat man mit dem Laden auch gleich noch geschaffen. Aber es geht sogar noch mehr. (Fahrrad-)Touristen können sich hier nicht nur eine Pause gönnen und mit Proviant versorgen. Auch alles wichtige zum Dorf kann man hier erfahren, z.B. zum Museum.

Solche durch die Gemeinschaft möglichen Angebote muss man einfach erwähnen. Zusammenhalt bewirkt manchmal Wunder und ist eine echte Alternative.

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